De Cliärrwer Kanton 2009-S

Vun der Abtei bis an de Cube

Wohl zum ersten Mal halten Sie, liebe Leserin, lieber Leser, einen „Cliärrwer Kanton » in den Händen, der mehr Bild als Text ist. Wir haben die große Freude, Sie auf eine Reise einzuladen! Entdecken Sie mit uns 163 außergewöhnliche Bilder, die zum Teil ein völlig neues Licht auf unsere Region 2009 werfen.

Unsere Rundreise quer durch den Kanton beginnt mit der Abtei, die 2010 ihr hundertjähriges Jubiläum feiert. 100 Jahre schon thront das mächtige Gebäude über dem Ardennerstädchen. Den Abteiturm umgibt seit geraumer Zeit ein imposantes Baugerüst, dieses wird voraussichtlich auch noch die beiden kommenden Jahre für ein verändertes Panorama von Clerf sorgen. Nico Patz aber hat vom Gerüst profitiert um einige höchst interessante Bilder aus luftiger Höhe zu schießen.

Und das soll das Rezept dieser Sondernummer sein: unerwartete Aufnahmen und Eindrücke der Nordspitze unseres Landes, fernab von immer wieder aufgewärmten Klischees. So zeigen wir Impressionen die wie Einblicke in die Vergangenheit und Ausblicke auf die Zukunft wirken. Wir zeigen Bilder, die aus einer Science-Fiction Verfilmung stammen könnten, funkelnder, spiegelglatter Edelstahl unter stahlblauem Himmel. Unsere Seiten erzählen aber auch von den Geheimnissen der Vergangenheit, von den Kulissen des Cube 521, von Bergen von Kartoffeln, von modernen Industriezonen. Wir entdecken den Kanton aus der Sicht der Vögel, staunen über unbekannte Aspekte der Druckerei des Cliärrwer Kanton. Und vieles mehr, lassen Sie sich überraschen!

Die einzelnen Kapitel werden aufgelockert durch wunderbare Haikus unseres Mitarbeiters Raymond Schaack. Kostbarkeiten einer tiefsinnigen Poesie, literarische Kleinkunst vom Feinsten.

Mit Sicherheit wird diese Sondernummer unsere Serie noch beliebter machen. Sie lädt ein zum Träumen, zum Staunen, zum Sehen mit anderen Augen. Die rezenten Bilder aus unserer Region sind eine Momentaufnahme im 30. Jahr des Bestehens unserer Vereinigung. Sie zeigen den Wandel dem alles unterliegt, den ständigen Wechsel der Landschaft. Die Expansion der Dörfer. Altes verfällt, aus den Ruinen sprießt Neues. So wurde das Schloss in Urspelt wie ein Phoenix aus der Asche neu geboren. Strahlend hell ebenfalls die Abteikirche, in der sich nach 12 Monaten Renovierungsarbeiten die Mönche seit dem 22. September 2009 wieder 7 mal am Tage einfinden und den Herrn preisen, den Ursprung allen Lichtes.

Wir sehen Bilder, die morgen schon einen dokumentarischen Wert besitzen, etwa die Luftaufnahme der Maison de Retraite St-François. Bald wird das alte Gebäude der Franziskanerinnen der Geschichte angehören, die Sicht auf den schon bestehenden Neubau freigeben. Eine neue Ära beginnt, wie lange aber wird die Erinnerung überleben? Mit dem Abriss wird sich wohl auch das letzte Molekül Chloroform, das in den Gängen noch von den Ärzten Dr Defay und Dr Thillen erzählte, mit dem Wind vermählen, der seit ewig über die Oslinger Koppen streicht.

Vom Altehrwürdigen bis zum Neuen, von der Abtei bis zum Cube 521. Niemand hat gezählt, wie oft wohl das „Gloria Patri et Filio » die Lippen der Mönche verlassen hat, hunderttausende mal. Und wer zählt nun die Stunden des Glücks, die das Cube 521 tausenden von Besuchern schenkt?