De Cliärrwer Kanton 2016-2
André Bauler

Vom Lernfest über „Konscht am Gaart“ zu den ruhigeren Sommertagen

Am letzten 21. April fand die Generalversammlung des « De Cliärrwer Kanton » in Troisvierges statt. Es war eine gut besuchte und motivierende Generalversammlung.

Neben Lesern und Vertretern der Zivilgesellschaft waren aus allen Gemeinden des Kantons politische Vertreter gekommen, Bürgermeister, Schöffen und Räte, um den Jahresbericht unserer Vereinigung zu hören und Fragen zu stellen. Wir haben bei dieser Gelegenheit die Ereignisse des vergangenen Jahres Revue passieren lassen: Wechsel im Vorstand, Änderung der Statuten, Einbindung der Tage des gregorianischen Gesanges in das Programm des „Maarnecher Festival“ ab 2017, Teilnahme am Lernfest in Wintger, neue Mitarbeiterin in unserer Bibliothek, großzügige Unterstützung derselben durch die Gemeinde Troisvierges und das
Kulturministerium, usw.

Es stimmt sehr zufrieden, wenn unsere Arbeit und unsere Bemühungen in der Region von vielen Menschen getragen werden. Dankbarkeit gilt nicht nur den über 1100 treuen und zahlenden Lesern unserer Zeitschrift, sondern auch und besonders den vielen Autoren, die im Laufe der Zeit unsere Revue zu der Qualität verholfen haben, welche sie heute auszeichnet. Einen speziellen Dank möchte ich
an unsere Hausdruckerei in Ulflingen richten, vor allem an Frau Laurence Claude für die Layout-Arbeiten und an Herrn Mario Treis, den Firmenchef, für die konstruktive Zusammenarbeit.

Am 22. Juni, am Vorabend unseres Nationalfeiertages, hatten wir die große Ehre Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa in unserer Bibliothek zu begrüßen, dies anlässlich ihres Besuchs in Troisvierges.

Fast 5000 Bücher, E-Books und Zeitschriften werden übers Jahr in der « Bibliothèque Tony Bourg » ausgeliehen. Der gewissenhafte Leiter unserer Büchersammlung, Adrien Wouters, und Frau Danièle Servé bekamen die seltene Gelegenheit unserem Staatschef die modernen Instrumente einer mittlerweile auch digital ausgerichteten Bücherei vorzustellen und zu erklären.

Unsere Bibliothek steht bekanntlich im Verbund mit anderen öffentlichen Bibliotheken, insbesondere der National- und der Universitätsbibliothek sowie der Bücherei des Centre Jean XXIII. Sie ist zu einem kulturellen Ort geworden, wo Jung und Alt sich begegnen und austauschen können.

Austausch und Begegnung waren auch am 8. Mai in Ulflingen angesagt, als unsere Vereinigung an der gut organisierten Veranstaltung « Konscht am Gaart » teilnahm. Unter sonnigem Himmel und bei leicht windigem Wetter durften wir hier unsere Zeitschrift vorstellen und konnten auch einige neue Leser hinzu gewinnen. Ein besonderer Dank gilt allen, die zum Gelingen dieses Events beigetragen haben.

Die Mitwirkung an solchen Events ist daher von Bedeutung, weil man in diesem Rahmen unmittelbar mit interessierten, aktuellen und potenziellen Lesern ins Gespräch kommt. Unsere Zeitschrift hat nur dann Zukunft, wenn sie von vielen Beziehern bestellt wird und immer wieder neue Autoren anzieht. Übrigens, die Revue des « De Cliärrwer Kanton » wird in allen zwölf (!)Kantonen unseres Landes gelesen. Das ermuntert uns auch weiterhin konsequent im Sinne unserer Gründerväter zu arbeiten und dank unseres Magazins im Laufe der Zeit eine Art „Mémoire de l’Oesling“ aufzubauen.

Einer dieser Gründerväter war unserer ehemaliger Chefredakteur Lex Jacoby. Als Schriftsteller und Lehrer ist er jahrzehntelang eng mit dem Kanton Clerf verbunden gewesen. Kein Wunder, dass wir ihm noch einmal im Rahmen unserer Generalversammlung gedachten. Der anschließend an diese Versammlung vorgestellte Film vom Diekircher Film-Club, für den die Herren Louis Schmitz und Léon Weis verantwortlich zeichneten, ließ unseren Freund Lex ein letztes Mal zu Wort kommen. Wir bedanken uns bei den Filmfreaks für ihre spontane Bereitschaft an unserer Generalversammlung teilzunehmen und ihren Film über den Autor mit Bildern aus der Provence (u. a. Kunstwerke von Van Gogh) zu zeigen.

Die Sommerwochen bieten uns Tage der Erholung und des Nachdenkens, auch über uns selbst. Wir sollten diese Zeit nutzen um neue Kraft zu finden, um uns unserer Familie und unseren Freunden stärker zu widmen, Spaziergänge zu unternehmen, fremde Gegenden zu bereisen oder uns sportlich zu betätigen.

Der Mensch sucht immer wieder Momente und Orte, welche ihm erlauben die Seele baumeln zu lassen und frischen Mut zu schöpfen. In unserer hektischen und stets komplexeren Welt sind diese freien Stunden und Kraftorte eine Quelle der Inspiration und der Ausspannung.

Wir wünschen nun all unseren Mitgliedern und Lesern friedliche, erholsame und sonnige Tage und hoffen, dass wir uns im Herbst bei guter Laune und Gesundheit wiedersehen.

In diesem Sinne: „Carpe diem!“